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organisiert vom Collegium Helveticum
in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Zürich
Konzept: Johannes Fehr und Martin Stingelin
Tagungs-ProgrammDen Anstoss zu diesem Symposium gab die Website [house], welche von Walter Grond und anderen im Umfeld seines im August 2000 erschienenen Romans Old Danube House eingerichtet wurde. Im Netz sollte ein Ort der Auseinandersetzung mit dem Roman und seinen Themen geschaffen werden «eine Öffnung im Weiter-Schreiben, Weiter-Ab-Bilden, Weiter- Denken...»
Von März bis Juni hat nun das Collegium Helveticum gemeinsam mit Walter Grond seinen eigenen literarischen Salon im Netz eingerichtet. Mit dem SALON wird auf eine traditionsreiche Metapher zurückgegriffen, die gewisse Umgangsformen und ein besonderes Verhältnis von Privatheit und Öffentlichkeit vorgibt. Entsprechend stellt sich die Frage, was diese Metapher im Umgang mit dem Netz taugt, und weiter, was sie alles impliziert, wie genau also ein literarischer Salon im Netz funktionieren kann.
Gleichzeitig mit seinem literarischen SALON hat das Collegium Helveticum zwei weitere Diskursräume im Netz eröffnet. Im LABOR bietet es all seinen KollegiatInnen, seinen Gästen und MitarbeiterInnen die Möglichkeit, ihre verschiedenen Projekte, Prozess und Produkte ihrer wissenschaftlichen, literarischen oder künstlerischen Tätigkeit zur Diskussion zu stellen. Dabei sollen zum einen Strategien entwickelt und erprobt werden, das Netz als Medium transdisziplinärer Forschung zu nutzen. Zum anderen stellt sich hier aber auch die Frage, inwiefern, wo und in welchem Sinn mit «Schreiben» zu tun hat, was «am Netz» gemacht wird. Was heisst «schreiben», wer schreibt wo am Netz, was ist sichtbar, was nicht? Aber auch: welche Bedeutung kommt dem «Schreiben am Netz» für die Literatur zu, respektive worin besteht diese im «digitalen Zeitalter»?
In der CHRONIK schliesslich berichtet Walter Grond online über seinen Aufenthalt als literarischer Gast des Collegium Helveticum, erzählt aus seiner Sicht vom Schreiben am Netz und vermittelt Eindrücke und Beobachtungen aus dem Salon. Eine redaktionell redigierte Fassung der Chronik erscheint wöchentlich im Dossier «Schreiben am Netz» auf NZZ-Online.
Was sich von März bis Mai in und zwischen diesen drei Diskursräumen abspielt, ist zugleich Basis,
Material und Hintergrund für das Symposium im Juni 2002. Mit den direkt am Webprojekt Beteiligten
und weiteren namhaften SchreiberInnen wird sich dieses in Vorträgen und Lesungen (letztere finden
im Literaturhaus Zürich statt), face-to-face-Dialogen und Diskussionen an drei Tagen mit «Schreiben
am Netz» auseinandersetzen
(siehe die Programmübersicht).
Mit freundlicher Unterstützung durch die Gebert Rüf Stiftung