«Ein Colloquium der Dinge» ist ein «Kunst in Architektur»-Projekt des Künstlers Hans Danuser, Gastprofessor an der ETH Zürich und kulturwissenschaftlicher Gast am Collegium Helveticum, in der Eingangshalle der alten Semper-Sternwarte. Sie ist am 9. Februar 2010 zum Beginn der Fellowperiode 2009 bis 2014 eröffnet worden. In Form einer Kunsteinrichtung und als ein Modell und Werkzeug lässt das Projekt das Potential für einen im Collegium Helveticum angestrebten transdisziplinären Dialog auf den Beginn der Fellowperiode 2009–2014 und innerhalb des Schwerpunktthemas «Reproduzierbarkeit» erkennen.
Basis der Kunsteinrichtung von Hans Danuser im Foyer der alten ETH-Sternwarte ist die Struktur des Raumes und die Architektur des Gesamtgebäudes, für die Gottfried Semper (1803–1879) verantwortlich zeichnet. Der deutsche Architekt, ab 1855 Professor für Architektur am Polytechnikum (heute ETH Zürich) hatte das Gebäude zwischen 1861 und 1864 errichtet. Danuser nimmt bei seinem «Kunst in Architektur»-Projekt keine Eingriffe am Raum und dessen Struktur vor, er nutzt ihn für seine Bespielung der Semper’schen Vorlage. Ergänzt wird die Ausstellung mit Gestaltungselementen der Innenarchitekten Gasser/Derungs und einem Kurzvideo «Erste Begegnungen».
Zur Kunsteinrichtung liegt eine Publikation vor. Der Fotograf Ralph Feiner hat jede einzelne Inszenierung fotografisch dokumentiert. Ergänzt wird diese Bestandesaufnahme durch Textbeiträge von Prof. Gerd Folkers, Prof. Johannes Fehr, Prof. Uta Hassler und einem Vorwort von Martin Schmid.
«Ein Colloquium der Dinge» ist eine von mehreren «Kunst in Architektur»-Projekten von Hans Danuser im universitären Umfeld. Er hat ausserdem «Institutsbilder – Eine Schrift-Bild-Installation» in der Universität Zürich-Irchel (1992) und «Schiefertafel Beverin» in der Psychiatrischen Klinik Beverin (2002) realisiert.
Die Kunsteinrichtung kann während der Bürozeiten besichtigt werden.
Plakat