Digital Societies

Es ist offensichtlich: Digitales ist fester und allgegenwärtiger Bestandteil unseres Alltags, nicht nur unserer Vorstellungs- und Handlungshorizonte, sondern auch unseres Wissens ebenso wie unserer Werte- und Orientierungshorizionte. Vor allem aber: Digitales verändert derzeit fundamental die Art und Weise, wie wir Gesellschaft und Kultur organisieren. Folgt, so ist zu fragen, auf die Automatisierung der Produktion jetzt eine solche der Gesellschaft? Zumindest schafft Digitalität nicht nur neue Möglichkeiten und Ansätze, um Wissen, Ideen und Ressourcen nutzbar zu machen, sondern stellt vor mindestens eben so grosse Herausforderungen – sei dies in der Kommunikation, für die Wirtschaft, das Recht (Eigentum, Recht auf Kopie etc.) oder für Wissenschaft (Digital Research, Big Data, Citizen Science, Digital Humanities etc.) und Kunst. Nicht zuletzt werden aber auch Bürgerrechte und Demokratie, werden Fragen und Prozesse der Entscheidungsfindung, werden Lebensführungskonzepte durch Digitales (Algorithmen, Nudging etc.) nachhaltig verändert. Immer mehr werden etwa Pluralität und Partizipation zu maßgeblichen Voraussetzungen für das Funktionieren immer komplexer werdender Gesellschaften.

Das Collegium Helveticum mit seinem transdisziplinären Ansatz ist ein geeigneter Ort zur Reflexion dieser komplexen Vorgänge jenseits vorgefasster Denkkollektive und Denkstile.

LABORATORIUM FÜR TRANSDISZIPLINARITÄT